Jul 262018
 

Trotz, dass ich gestern so spät ins Bett gekommen bin, bin ich das erste Mal um 5 Uhr aufgewacht. Bis halb 7 hab ich mich gezwungen nicht aufzustehen. Es war ein freundlicher Morgen, keine Wolke am Himmel. Ich habe mich spontan dazu entschlossen

Laufen zu gehen. Von meiner Unterkunft bin ich immer gerade die Quadra Street nach Süden gelaufen, bis ich in den Beacon Hill Park gekommen bin. Von dort bin ich dann zielstrebig ans Meer. Dort verläuft ein ausgewiesener Fußweg (Radfahren, Skateboard und Rollerblades sind verboten) direkt am Meer entlang. Ein Traum! Das sehen die Einheimischen auch so, denn es war gut was los. Jeder, dem ich begegnet bin hat freundlich gegrüßt. Es ist ja auch vereinzelt in München so, dass sich Läufer untereinander grüßen, hier aber grüßen Sie nicht, weil sie Läufer sind, sondern weil sie freundlich sind. Hier grüßen dich alle, die morgens unterwegs sind, auch die Hundegassigeher, Straßenkehrer im Park oder Spaziergänger.

Irgendwie hat mich die tolle Umgebung total die Zeit vergessen lassen und ich hab eine Abzweigung in einem Wohngebiet zu früh genommen, so dass ich noch nicht zum Hafen, sondern weiter Westlich bei Fisherman‘s Wharf herausgekommen bin. Macht nichts, denn auch hier ist es wirklich malerisch mit den kleinen Hausbooten. So bin ich immer am Wasser entlang zum Inner Harbour und dem Parlamentsgebäude gelaufen.

So ist es ein richtiger Sightseeing-Lauf geworden bei dem dann doch über 14 km zusammengekommen sind.

In der Unterkunft zurück habe ich gemerkt, dass ich doch Mitbewohner habe, ein Paar aus Frankreich war gerade beim Frühstück. Ich habe geduscht und dann auch gefrühstückt. Man kann sich einfach nehmen, was im Kühlschrank ist. Ich habe Bagels mit Butter, Müsli, Joghurt und Cranberrysaft genommen.

Dann bin ich zu MEC aufgebrochen und habe mir die letzten Dinge für den Trail besorgt. Das waren eine Gaskartusche für den Kocher und natürlich das Essen. Lauter dehydrierte Mahlzeiten, die man nur durch Aufgießen von heißem Wasser zubereitet. Ich werde berichten. Soviel sei verraten, Reis und Hühnchen ist reichlich auf der Speisekarte. Ich hab die Einkäufe heimgetragen und bin direkt wieder zum Hafen und Downtown. Das Wetter war wie 2013 als wir Matilda noch im Buggy durch die Straßen geschoben haben, heiß. Ich hab mich an einem ruhigen Fleck am Wasser in den Schatten gesetzt und gelesen. Mittag habe ich Fish and Chips gegessen. Anschließend wollte ich zum Büro vom Trailbus, der mich am Freitag nach Port Renfrew bringt, die sind aber umgezogen. Den Abfahrtsort hab ich aber gesehen und weiß jetzt genau wo ich hin muss.

Zum Abendessen bin ich in unser Seafoodrestaurant in Victoria gegangen. Auch wenn es umbenannt wurde, die Karte ist noch die gleiche. Leider fehlen mir die Helfer um den gigantischen Seafood Tower zu schaffen, darum habe ich mich mit 12 frischen Austern und einer Tempura Prawn Roll „begnügt“.

Auf dem Heimweg habe ich mir noch Wasser fürs Zimmer mitgenommen.

Am Zimmer hab ich den Bericht geschrieben, bin aber dann gleich eingeschlafen. 😉